Das Sonnwendfeuer

Das Sonnwendfeuer

In fast jeder Gemeinde des Salzburger Landes existiert dieser Brauch. Normalerweise flackern die Sonnwendfeuer in der Nacht des 21. Juni auf den 22. Juni. Die großen Sonnwendfeuer werden im Normalfall auf einer Anhöhe abgehalten.

In Ramingstein ist das Sonnwendscheiben schlagen ein beliebtes Brauchtum. Dabei werden glühende Holzscheiben durch den Nachthimmel geschleudert.

Meistens hat jede Gemeinde zur Sonnenwende ein eigenes Sonnwendfeuer, das oft auch von einem Verein organisiert wird, so zum Beispiel oft von Heimatvereinen oder Landjugendgruppen.

Feuerbräuche im Sommerhalbjahr waren schon in vorchristlicher Zeit üblich. Sie sollten unter anderem der auf ihrem Höhepunkt stehenden Sonne Beistand leisten. Ebenso wie die Osterfeuer wurden die Sonnwendfeuer im frühen Mittelalter fester Bestandteil christlicher Bräuche. Dem Feuer werden besondere Schutz- und Reinigungskräfte nachgesagt; darüber hinaus symbolisiert es Licht und Leben.

Die Gesetzliche Lage des Sonnwendfeuers

Mit der Neuregelung im Luftreinhaltegesetz ist es zu einer deutlichen Verschärfung des Verbrennungsverbotes gekommen, dass das Verbrennen biogener Materialien im Freien grundsätzlich untersagt - dazu zählt auch das Sonnwendfeuer. Die Reaktion auf diesen verschärften Gesetzestextes war ein heller Aufschrei der volkskulturverbundenen Bevölkerung. Rechtzeitig reagierte darauf die Salzburger Landesregierung mit einer Verordnung die das Abbrennen von Brauchtumsfeuer regelt und wieder erlaubt und setzte diese Brauchtumsfeuer-Verordnung mit 1. April 2011 in Kraft.