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Der Samson aus St. Michael

  • Höhe des Samson aus St. Michael: 4,50 m
  • Gewicht des Samson aus St. Michael: 64 kg
  • Erste schriftliche Erwähnung des Samson aus St. Michael: 1754 in einer Rechnung, Ausgaben für zwei Samsonführer.
  • Samson aus St. Michael hat keine Zwerge
Älteste Aufnahme des St. Michaeler Samsons um 1879

Die schriftlichen Nachrichten setzen 1754 mit einer Gemeinderechnung ein, in der es heißt: „Sämsonführer 28 kreuzer“, ein Hinweis auf die Entschädigung des Samsonträgers.  Im Jahre danach folgt die Eintragung: „Den alten Sömbsamb verkauft, 4 Gulden 30 Kreuzer.“ Leider wollte der Schreiber nicht verraten, wer die Abnehmer dieses antiquarischen Helden waren. Muhr?

Darauf folgen Gemeindeaufzeichnungen, die auf entsprechende Nutzung und Abnutzung des Samson in den Folgejahren hindeuten. Othmar Kandler, der viele dieser Archivalien sichergestellt hat, führt an Belegen an: „1755 ein neuen sämson recht unterschiedlicher Farbe, Gold und Silber, aus der Werkstatt der Tischlermeisters Joseph Merl. 1778 den sämbsom gezöggert (vermutlich: neu geflochten). 1780 bei dem sämbsom Kasten Nägl gekauft.“

Am 28. Mai 1784 hatte das hf. Konsistorium unter Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo angeordnet, dass das Mittragen von Bildnissen oder geschnitzten Figuren bei Prozessionen künftig durchaus zu unterbleiben habe.

Seine Wiederbelebung erfuhr der Samson von St. Michael, vergleichbar der andernorts im Lungau, im Aufwind der Gardetruppen und Schützenvereine in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Was die schriftlichen Nachrichten betrifft, erfolgte dies hierorts mit leichter Verzögerung. Am 7. Mai 1832 hatte der Marktrichter Leiner beim Pfleggericht St. Michael den Antrag gestellt, den Aufzug der Bürgergarde-Schützen für Dienstag nach Fronleichnam (Prangtag) zu bewilligen und dies dreifach begründet.

Ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert dokumentieren zahlreiche fotografische Gruppenbilder mit dem Samson in der Mitte die Beliebtheit wie den Stellenwert dieses riesenhaften Kriegers. Zum Fürchten, so sagt man heute noch, sei dieser zwar nicht, aber einer, zu dem man gern aufschaut.

Mehrmals erneuert und auf Glanz gebracht, paradiert er seither zu Fronleichnam am 15. August, sodann zu Schützen- und Musikfesten in festgesetzter Route durch den Ort. Der geschwungene Leib mit dem barocken Rankenmuster ist ein besonderes Merkmal seiner Erscheinung. Seine Route berührt traditionelle Stationen, wie sein derzeitiger Träger, Erich Kandler, anführt: „Vom Gerichtsgebäude, wo er stationiert ist, geht man hinaus bis zum Staigerwirt. Dann dieselbe Strecke wieder zurück. Und wo die Wirtshäuser sind, wird stehengeblieben. Platzlstub´n, Wastlwirt, Eggerwirt, Schöndofer, Mandl, dann bis zum Pfarrhof und zurück zum Gericht. An jeder Station wird eine Ehrensalve geschossen. Darauf kommt, mit einem Glas´l Wein oder Bier, der Hausheer heraus. Bei 8 Stationen ist das eine schöne Strapaze. Mit der Betonung auf schön.“

Samsonumzug in St. Michael

  • So, 12. Juni 2011 – Chorfestival Feuer & Stimme
  • Do, 23. Juni 2011 – Fronleichnam und Samsonumzug
  • So, 26. Juni 2011 – Frühschoppen der Schützengarde mit Samsonumzug
  • So, 31. Juli 2011 – Frühschoppen der Bürgermusik St. Michael mit Samsonumzug
  • So, 14. August 2011 – Frühschoppen der Freiwilligen Feuerwehr mit Samsonumzug
  • Mo, 15. August 2011 – Samsonumzug am Katschberg
  • So, 25. September 2011 – Erntedank- und Marktfest mit Samsonumzug