Lungauer Jahrgwandl

Das Material für das Lungauer Jahrgwandl

  • Leiblkittel: Baumwolle bedruckt oder klein kariert gewebt Ursprünglich hat man karierten Bettzeugstoff verwendet
  • Schürze: Baumwolle einfärbig oder im Kontrastmuster zum Leiblkittel

Die Farben des Lungauer Jahrgwandl

  • Leiblkittel: alle Trachtenfarben
  • Schürze: Ton in Ton oder in harmonischem Farbkontrast

Auszier und Machart der Lungauer Werktagstracht

Das Leibchen-Vorderteil ist oben in Doppelwellen gezogen. Die vordere Brustlinie, die Träger, Armausschnitte und Rückenteilungsnähte sind aus dem selben Material gepaspelt. Verwendet man karierte Stoffe, wird das Brustteil im schrägen Fadenlauf geschnitten. Der Kittel ist in kleine Fältchen gelegt.

Verschluss des Lungauer Jahrgwandl

Von der Brustlinie nach unten ist das Leibchen mit Perlmutt- oder Metallknöpfen geschlossen.

Bluse zum Lungauer Jahrgwandl

Pfoadl und Puffärmelbluse (eventuell bestickt)

Die Vorbilder aus denen das Lungauer Jahrgwandl erneuert wurde, stammen aus dem vorvorigen Jahrhundert. Das gezogene Vorderteil kommt aus dem trachtigen Einfl ussbereich der Steiermark, wo gezogene Brustteile weit verbreitet sind. Es soll als „Draufgabe“ für besonders fleißige Dienstmägde, am Zahltag der Bauern, zu Mariä Lichtmess, gedient haben.

Selbstverständlich findet man das Lungauer Jahrgwandl, dass anlässlich des Eröffnung der Trachtenausstellung "Lungauer Gwanda" am 2. September 2011 im Lungauer Heimatmuseum in Tamsweg präsentiert wird.