Das Klöcken

Das Klöcken am Pferd

Das Klöcken ist ein Lärmbrauch und wird von einigen Reitergruppen im Bundesland Salzburg praktiziert. Die Hauptverbreitung ist im Salzachtal vom Pinzgau bis in den Flachgau und eine Gruppe gibt es auch im Lungau.

Die Reiter müssen in den Steigbügeln einen guten Stand haben und halten sich zusätzlich noch in der Mähne des Pferdes. Mit einem kräftigen Schwung ziehen sie die drei bis fünf Meter langen Peitschen und bringen sie über den Köpfen der Pferde zum Knallen. Dass die Pferde hier ein besonnenes Gemüt haben müssen, braucht sicherlich nicht erwähn werden. Sollte einem Klöcker einmal das Mißgeschick passieren, dass er mit seiner Peitsche das Pferd erwischt, ist dieses nur mehr schwer für diese Tätigkeit verwendbar. Deshalb wird fleißigst geübt, bis man das Klöcken am Pferd ausprobiert. Das Klöcken erforder große Übung, reiterliches Können und eine sichere Peitschenführung. Das Klöcken wird genau so wie das Aperschnalzen immer gruppenweise durchgeführt.

Wo trifft man die Klöcker

Das Klöcken ist ein Lärmbrauchtum, der im Frühjahr die Wintergeister durch das Knallen der Peitsche vertreiben soll. Das erste Mal im Jahreskreis trifft man in Thomatal beim Georgiritt auf die Klöcker. Die Klöcker reiten im Festzug immer an der Spitze um durch ihr lautstarkes Auftreten auch den Weg für den nachfolgenden Festzug frei zu machen. Beim Pfingstreiterfest in Moosham und bei Tamsweger Leonhardiritt sind die Klöcker der Reitergruppe Ermannsdorf alljährlich vertreten. Unterm Jahr nehmen sie auch an verschiedenen Brauchtumsveranstaltungen, Erntedankfesten und auch Almabtrieben teil.