Kasmandl

Auf den leeren Almhütten, so ist es in alten Volksüberlieferungen nachzulesen, ziehen diese geisterhaften Wesen - die Kasmandln - den Winter über ein. Sogar Speisereste läßt man für die Kasmandln zurück, wenn man im Herbst die Almen verläßt, denn der Sage nach ernähren sich die Kasmandln den Winter über von Speiseresten, die die Sennleute im Sommer liegengelassen haben. Heute lässt man für die Kasmandl gehacktes Holz zum Heizen und zum Essen ein Stückerl Brot und Käse und anderes mehr in der Hütten zurück.

Nach alter Tradition ziehen die Sennleute zu Martini - 11. November - entgültig aus der Almhütte aus. Die Sennerinen und Bauersleute dürfen dann die Almhütte erst wieder zu Georgi am 24. April betreten. Dazu werden dann am Vorabend des Georgi-Tages durch Lärm die Männlein aus ihrer Winterunterkunft in die Berge vertrieben, um sich nun wieder von allerlei Kleingetier und den Früchten des Waldes und der Berge ernähren können.

Der Lungau, aber auch das angrenzende Ennstal bis in die Ramsau werden vom Kasmandl beherrscht.
Zu Martini gehen die Kinder oft auch zum Kasmandlfahren. Sie ziehen dann meist verkleidet von Haus zu Haus und erzählen in lustigen Gedichten vom Kasmandl und auch schon mal vom Almleben. Manchmal singen die Kinder auch noch Almlieder und verteilen Rahmkoch, Rahmkas und Schnuraus.

Kasmandl-Gedichte-Sammlung

Wir haben hier eine Sammlung von Lungauer Kasmandl-Gedichten anlegt. Bitte senden Sie uns Ihre Kasmandlgedichte, die wir hier veröffentlichen.

Einleitende Kasmandl-Gedichte:

Griaß enk Gott liabe Leit
es Kasmandlgea is wieda a Bsunderheit
drum lost´s guat zua, mia mecht´n dazön
wos auf da Alm is ois gwen.

von Gabi Mandl aus St. Michael

Za Martini, das is ja weitum bekonnt,
ziachnd en Lungau die Kasmandla ummanond
und weils a oiter Brauch tuat sein,
kehrn mir da heint bei enk gern ein!

von Luise Sampl aus St. Andrä

Griaß Gott - va da Alm keman mia,
total fremd kimmts uns via.

Dahoam werds oba hiatz guat,
weils da obn schoa obaschneibn tuat.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Da Wind blast scho zuacha,
des Kaltweang geht schnee;

drum san mia Kasmandl hiatz za enk husig he.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Griaß Gott liabe Leit,

Kasmandltog is heit.

A euta Brauch tuats sei,

drum kehrn ma ba Enk do ein.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Lichträger:

I bins, da Liachtltroga mit`n Bocht -
hob`s sicha eah schoa long auf ins gwacht.
Van Speiaeck kemma ma ocha -
mei, da Schneawind - dös is a loba.
I geah voro mit`n Liacht,
das se koana va ins fiacht.

von Christine Fanninger aus St. Michael

So schnell vergonga is wieder a Jahr,
Martini ist, das Oimlebm in gar.
Die Hüttna sen laar dazua noh saukoit,
das Sein da obn ins a neammer gfoit.
Der Weg is weit van Berg bis insToi,
die Steig voller Stoa, recht sticke und schmoi.
Und dass koans va ins das Wegl verfeit
trag ih das Licht, woi oin zur Freud!

von Luise Sampl aus St. Andrä

I bin da Liachttroger mit da Runke
I geh voro, dass is nit so dunkel
Und dass se de Kasmandl nit dafeulln
Denn auf de Berg is da Schnea scho oagweulgn.
Und ufreundla is scho hoachdrobn
Und´s Wetta weacht a allweil schlechta -gor nit zan lobn.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Des Liacht was i bring
is so heimelig und woam
es scheint füa euch alle
ob reich oda oam
da Schein is so liablich
erwärmt jedes Herz
vertreibt in Haus und Hof
Kummer und Schmerz.

von Christina Moser aus Mariapfarr

Kasmandl-Gedichte für die Sennerin:

Griaß enk alle beinand, i bin die Sennerin Liesl
und ban Arbeiten flink wia a Wiesl.
De Bäuerin hat mit mir a rechte Freid,
weil des was i moch, des tua i gscheit.
Schau, dass alle ham zan Essen
und tua a aufn Seppe nid vagessn.
Back extra wegen eahm noch an Nudel mit Zimt und Nussal,
am End kriag i do amoi von eahm a Bussal?

von Gabi Mandl aus St. Michael

I bin de Senden Moiz,
koch Kropfn ohne Schmoiz,
und Rahmkoch ohne Meh,
drum geat`s ba mir so schne!
I ria en Butter, ich putz de Kia,
ich werk und schoff vo spot bis fria.
Der Bauer mog mi recht guat leidn,
drum wer i bis zur Rentn bleim.

von Gabi Mandl aus St. Michael

I bin de Sennaren, hon 2 Goaß und 3 Kiah
und wos mia possiacht is, des glabs es mia nia!
Wia i bin en Stoi ausse gonga,
homb me de Kasmandla eingfonga.
Zerscht bin i woi sauba dakema,
oba hiatz werd’ es hoit ois Hoita nehma.
Bittschea, gebs ins wos mit zan Essn,
weil so diieche Hoita konnst awoi vagessn!

von Maria Kröll aus Lessach

I bin de Sennen fan Loasbeaga Aibe,
da Hoita sog i bin a fests Keibe.
Des glab i oba nid,
wea ohne mi griagat ea sei essn nid.
Jedn tog hot ea mi gfrog,
Ob I nid irgendwos zan essn do hob.
Wia I untan kochn amoi gonga bin auf klo,
hot ma da hoita in mei ramkoch a boa dreckspotzn eine do.
gott sei donk hob i eam dawischt,
und hob don glei za mia zui gfischt.
Umma gschimpft des kost jo vagessn,
jetz hob i in hoita is gonze ramkoch lossn essn.
An grant hot a kop ausse ba da Ti,
so schnö hob i goanid schaun kina woa da lotta scho dahi.
A boa tog woara weg,
Don bin in suachn gonga bis in gfundn hob in an dreck.
Dea oame woa scho gonz daschuntn,
und i woa nua mea froa das i eam hob gfundn.
Glegn issa  oban longa,
Und don semma glei wida za da hittn aufe gonga.
Sofuat hob i eam wos zan essn gmocht,
und hob in hoita a a bissl ausglocht.
Jetz weat ma ea woi nix mea in mei ramkoch mischn,
wea sunst muas in wida irgendwo aus da pampa fischn.
Insgesomt woas a scheana summa zu zweit,
ausa de letzte wochn hots mi goanimma gfreit.

von Gerhard Stöckl aus Tamsweg

I bin dö Sennin dös Susei,

ole sogn i wa a fests Gschusei,

va lauta Gschtama und Gnead wa i boid hegfoin

und mit´n voil Rüahkübe übas Rigei oigwongn.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Viel guate Sochn hon i gmocht,

Rahmkoch, Kas , Nudl – da Hoita hot glocht.

A bissl wos hätt i für enk a noch zan Probiern -

an Schnuraus und a Rahmkoch mecht i enk servieren.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Halter:

I bin da Hoiterbua,
mia is da Tog owei lang gnuag.
Olle Tog mitn Vieh ganz alloa,
mei Jausnbank des is a Stoa.
Dahoam tans schrein "Hoita kimm essn!
Hoffentlich tans auf des nit vegessn.

von Martina Santner aus Tamsweg

Hoija bin i Hoita gwen,
a bisslwos muas i enk dazähn.
Oamoij hone miast de Saudla fonga,
nochan is de Riarkibe nit gonga.
Auf de Vicha soist a nid vagessn,
bua des tuat mi stressn.
Iban Winta tua i mi guat erhoin,
nocha griag i wieda an Schnwung an noin.

von Gabi Mandl aus St. Michael

I bin da lustige Hoitabua,
schau de Kia am liabstn ban Fressn zua.
Oba des is hiatz ois vorbei
koa Muh, koa Mäh, bis next`s Joar im Mai.

von Gabi Mandl aus St. Michael

Grabnla mochn, Viecha suachn, Salzstoa trogn und Gleckat geben
Ja de Arbeit tua i gern des gehecht ois zu Hoitalebn
Mi taugts so richtig da oben auf da Ailm
De Sendin de tuat ma recht narisch guat gfoin
Do woaß i nit wia gangat es o
I frogats hoid geang ob sie brauchat an Mo
Do we i amoi miasn an Baua frogn
de sog mir vielleicht wias geat es Hond o hobn.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

I bin da Holta mit ´n longn Steckn;

tua allweil fest Rahm und Butta leckn.

Des Rahmkoch schmeckt mira so guat,
trink de Riahmilch ausn Becha, des Wasser aus mein Huat.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin da Hoita vo da Sogmeisteralm

heuer hots mia nutz guat gfolln

Hon a Sennrin ghobt, a kommote Dudl,

hot ma gmocht jedn Tog an Scwarzbeernudl.

Hon a deaft fest Rahm und Butta leckn,

abo nochan hots mia ausi gjogt mit mein lonkn Steckn.

Soviel Arbeti hom se mia gebn de Bauersleit

do bleib zan Ruan ba da Sennin koa Zeit.

Ban viachaschaun bin i gonz alloa

oft is wegs nit zan datoa

Hiatz denkts a moi dro
wia vi Vich i zan versorgen ho.
Do is a moi da Stier und 30 Kia
un nocha drei moi so vi Geutacha ganz genau

10 Ochsen, 5 Rösser mitn Villei – wia vie Fiaß san des auf de i schau?

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bins Seppei da Hüttlputz
I
moch ois sauba ongla nutz.

I putz und ram den gonzn tog de Hüttn zom,

dass mas gmüatlich worm und sauba hom.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin dö Schof- und Goaßhoiterin dö Frieda,

mia hom an Haufn Goass, an Bock und an Widda.

Jeds Moi wonn i kimm mit an Gleck,
frisst ma da stinkate Goassbock ois weck.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin da Hoita un hoass Veit,
i hon mit dö Viecha a groasse Freid,

i pass auf dass koas obkugelt und nix posiacht,

und sogs en Bauan wonn se oas stiacht.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Heuer bin i Halter gwen,
hoch obn auf da Alm,
de Kia hom recht vie Milch gebn
und nudlad sen die Koim.
Aba hiaz hoasts hoam zu gea,
da Schneewind waht in Koar,
en Mitterberg die Hiaschn röhn,
da Summa is hiaz gar.

von Hans Moser aus St. Michael

I, da Hoiter, woaß vü zan berichten:
Va de Schaf, de Viecha und a va da Resi a poar Gschichtn.
Oamoi, wia sie hat de Sau fuattan woin,
is se ausgrutscht und in Milchkiwe g´foin.
Mei, hat de da g´fluacht und g´schrian!
Da ho i ihr hoit glei außahöfn miassn, da Dirn.

von Silvia Kirchner aus Mauterndorf

Was soid i enk a euis Haoita noch sagn,
eigentlich hon i mi nit zan beklagen.
De Sennin hon e nit kop fi mi alloa,
i hon mi hoit aufn Obnd ausse sitzt za mein Stoa.
Hiaz homa nocha a ruhige Zeit en Stoi
und gfrein ins schoa wieda aufs nächste Moi.

von Brigitte Ferner aus St. Michael

Ih bin der Halter, mein Dasein is schwar,
weil die Sennin, die Mirl, die kocht nit gor rar.
Die Knödl sen kloa, die Suppn is lind,
durch die Hüttn da pfeift schoa, eiskalt der Wind.
Muaß die Viecher alle suachn, oft kniatiaf en Schnea.
na, Halter wir ih bestimmt koaner mehr!

von Luise Sampl aus St. Andrä

Kasmandl-Gedichte für das Kasmandl:

Ist si nit a fesche Henn unsre liabe Sennaren?
Sie is oiwei so a guate Haut,
und hot den gonz'n Summa brav auf ins Kasmandla gschaut.
Kiah mechn und Butta rüan, ois ko si mochn oba am bestn tuat se Nudl bochn!
Jo, Nudl bochn ko si schoa, netta doppet sovü soit sie auf's Tella aufe toa!
Ban Jausna dawisch i a nia gnua, drum bin i so a zniachta Bua!

von Greti Prodinger aus Weißpriach

I bins Kasmandl,
moch enk a Muas.
Huck am Pfannstüh
und ruadas mitn Fuaß.

von Martina Santner aus Tamsweg

I bin a Kasmandl, aus dem Lungau-Landl!
in euer´n Haus is olles schön, drum ko i hiatz geh´!
Ah, do is jo mei Huat! Alsdann: Pfüat euch, mocht´s guat!

von Wolfgang Hojna-Leidolf aus St. Michael

A Kasmandl bin ih,
armselig und kloa
und ih fürcht mih obn,
auf der Oim ganz alloa.
In der Hüttn is koit,
findt nix mehr zan Essn,
die Sennin hat hoier
auf mih gonz vergessn.

von Luise Sampl aus St. Andrä

Die Sennen, die Nani hat guat auf ins gschaut,
die Knödel sen groaß gwen, die Schüssel voi Kraut.
Hiazt kimmbt der Winter, die Hüttna sen lar
und das is für ins woi doppelt so schwar.
Drum bitt` mar enk heint um a Kloanigkeit
mit an Dankschöa geahn mir, inser Weg is noh weit.

von Luise Sampl aus St. Andrä

I bin es Kasmandl va da Aineckhittn
Bin gonz bauchat um de Mittn.
Bin Gestang van Aineck oba grutscht
Und vollewisch en Bam einedutscht
I hon an Kopfwea griagt davo
Aba en Bam hots nix do.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

I bin es Kasmandl und hon lonke Haxn
En Winta auf da Alm moch i meine Faxn.
Bin lusig und kreizfide
Koch ma a guate Brennsuppn schne
Iß auf de ganze Schissl
Und nocha tratz i de Zwergl noch a bißl.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

In de Berg, do is es Lebn hoart.
Sturm und Wind mochn de Wangerl ganz schea roat.
Dreimoi hat mi da Blitz scho fast troffn,
oba i woar schnella und ho mi in de Felsn vaschloffn.
Es seg´s, mia miass´n ins hiatz tummeln - ohne Rost,
damit´s ins nid a no in Weg vablost.

von Silvia Kirchner aus Mauterndorf

I bin jo no so kloa, und trau mi nix z´saogn

i kon höchstens dein Buckelsock tragn.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Des kloan Zwergl, des bin i; 
vergessn dearfs heut nit auf mi.
Meine Fiass sand heut no so kloa,
drum kugl i oiwei übern Roah.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin a Kasmandl und ho lonke Haxn
En Winta auf da Alm moch i meine Faxn
Bin lustig und kreuzfide
Koch ma a Brennsuppn schnee
Iss auf de gonze Schissl
und nocha tratz i de Zwergal no a bißl.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Da Sennein bring i monchmal a Weindl,

dafür stie(hl) i ma va ihr a Neidl.

Sie is allwei so a guate Haut

und hot an gonzn Summa brav auf ins Kasmandl gschaut.

Kiah mechn, Butter rührn – alls konn sie mochn

aber am besten tuat sie Nudl bochn.
Jo Nudl bochen konn sie schoa

netta doppelt so viel sollt sie aufn Teller toa.

Beim Jausn dawisch i gar nia gnuag

drum bin i so a mogach Bua.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bins Kasmandl vo da Sogmeisteralm

50 Joar bin i docht obn umananda gwalgn,

e hat oft gnebelt, blitzt und kracht
und a fürchterliches Wetta bracht.

Drum kemma heit zu de Hausa hea,
der Weg war weit und kneatief da Schnea.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Kasmandl-Zwerg:

Kennts es eh den Kasmandlzwerg,
i hob mei Hoamat weit hintan Berg.
Doch wonn se den Berg valossn – de Sennen da Hoita , de Kia und de Koim,
donn kehr i in de Hittn ein und pass auf, auf de Oim.
A bissl wos losst sie ma oibei hint´n, an Speck  an Butta oda an Kas,
mei liaba, do mochtß´s a in Winta an Spaß.
Jetzt ko i oba neamma bleim,
weils schoa wieda ofong zan schneim.
Und i schleinigst auf de Oim auffe muas
oba next´s Joa, kimm i gwies wieda auf an Gruaß.

von Gabi Mandl aus St. Michael

I bins Kasmandl und hoas Lois,
I woas oiwei wos nois.
I sog oba nix her,
drum ho i a koa Gschea.

von Gabi Mandl aus St. Michael

Die Trog-Oim is sunst mein Winterquartier,
da obn hats an Schnea bis über die Knia.
Ih bin ummanonda-gwotn schoa 6-a-7 Stundn
und hon trotzoin den Weg neammer gfundn.

von Luise Sampl aus St. Andrä

Obn aufn Karschberg
 Do bin hoid i da Zwerg
Bin a kloana Wicht
Muas aufpasn, das en Viech nix gschicht
Und won mi des Kasmandl oiwei tuat trazn und segiern
noch wechts glei a Watschn griang.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

I bin da Zwerg
Oben van Berg
Ums bleibm e da Hüttn
Tua i schea bittn
Tua da Hittntür einwendig zua
Und hiaz mecht i gonzn Winta mei Rua.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

I bin weit braver wia de zwoa
i bin jo no a bissl kloan.

Fürs Wochsen han i oft a Rührmilch trunken,

da hot ´s in da Hittn ganz schea gstunkn.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin da Kasmandlzwerg

kim oba van Berg,

tua hiatz de Hittntia zua

und mecht in ganzn Winter mei Rua.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bins Kasmandl, a kloaner Zwerg,

in Summa bin i ollwei obn auf de Berg.

In Winta moch i mi in da Hittn broad

Und wort bis de Kiah wider kemman auf die Woad.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin da Zwerg
geah olle Tag in de Berg
sitz mi vor de Hiattntüa hin
beschütz de Almleit und des Vieh.

von Christina Moser aus Mariapfarr

I bin da Zwerg
kimm oba vom Mittaberg
da obm mag i neama bleibn
da is scho kalt und duat fest schneibn

von Christina Moser aus Mariapfarr

Kasmandl-Gedichte für die Kranzkuh:

I bin de Kronzkua Greta.
Aufn Rist hon i weit mea ois an Meta.
Jo, jo wonnst ban obatreibn wüst ois erste gea,
muast a bissl wos leistn und sei muast gonz nutz schea.
De Hong miasnt passen und a des Auta,
Bua da Hoita- auf so Sochn schauta.
Mit de gonzn jungan Viecha dauachts hoid a  Walei,
bis das ma olle wieda drei send in insan Stalei.
Da Bauer hot ois gricht und es is a frisch gweißt
und mia hoffn das a ins oibei an Haufn Ha zua schmeißt.

von Gabi Mandl aus St. Michael

I bin de Kronzkua
a jeda schaut mi o,
ban obatreim gea i vorro.
Mei Sennrin und ihr Hoita Fronz,
hom vi mi gmocht den ollascheanstn Kronz.
Vatrong homma ins olla guat auf da Oim,
mia Kia, ,de Kaibala und de Koim.
Und ois is a gwis,
da Stier hot oibei kob an nutzn Ris.
Hiatz is oba wida guat herintn im Toi,
do wocht auf ins olle da wome Stoi.

von Gabi Mandl aus St. Michael

I bin de Kranzkuah, de scheanste Kuah;
drum bin i da Stolz vvan Holterbua.

Ban auf- und abtreibn geah i voran,

weil i des mit meiner Glockn am besten konn.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Stier:

I bin da Stier auf da Aim
Hon häufig Kia und a Koilm
Gonze Zeit muaß es wo hoin
Glabst da tatn oamoi foign
Suachn muaß is oft a Weitn
Oane e dera und de ondre e da ondang Seitn
I sags enk des is a so o Gmach
Mit den gonzn Weibarach.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

I bin da groasse, schware Stiah,

i hon an Schockn scheane Kiah.

Oba a fesche junge koim

Tat ma scho weit bessa gfoin.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Jäger:

I bin da Jaga mit da Pix
oba schiasß´n dua i nix.
I pass auf, auf de Hischn
und tua mi o´pirschn,
tua losn und schaun,
wia se se za da Grippn traun.
Lieber geh i za da Senden in de Hütten
und tua um an Schmarrn schea bitten.
Der is besser wia a jeder Braten,
probiat´s es a, tat i enk raten.

von Maria Kößlbacher aus Mariapfarr

I bin an Jagabua, steh auf in alla Fruah.

I geah aufi auf de Heach,

schau nach Gambs, Hirsch und Reach.

I geah auf mit da Bix, wonns schea brav seid, schiaß i enk ebs.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin da Jagabua, bin scho auf in olla Fruah.

Ban Liachtwern kimm i zruck vo da Pirsch

ho gschossn an Fuchs und an Hirsch.
Ba da Sennin kear i no ein, tua mi warma in da Hittn drei.

Dahoam wens scho warten und da Fuchs tuat scho Stinken;

ober i muas zerscht no mei Schnapsei austrinken.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Bäuerin:

Ba ins aufn Hof,
do geat´s oiwei rund,
hon junge Fock´n,
kloane Hendla und
a Rässei frisch und gsund.
De Oabat va ach Bairin spricht sei eigene Sproch,
und van tichtig sei, stea i in Bauan nix noch.

von Theresia König aus St. Michael

I bin die Bäuerin und steh a mein Mann,
weil der schlaue Bauer alloa a nid ois ko,
I muaß schaun auf Haus, Hof und im Keller,
und dass wos obn is, auf de Teller,
tua vie Bee brocken,
und Strick mein Bauer wullane Socken,
dass`n dahom bei mia recht gfreit,
weil hiatz kimb jo de koite Winterzeit.
Es Viech gfreit se a schoa aufn wormen Stoi
und i bitt en Herrgott, dass ois gsundbleib`n soi.

von Gabi Schiefer aus St. Michael

Ja so is a da Buaer des muaß i woi sagn
Tuat allwei recht schne aufs hinlegn otragn
I de Bäurin muaß nocha wieder springer und lafn
Muaß putzn und kochn und mi mit de Deastleut abrafn
Aba oans kon i sogn liabe Leut
Mit insara Senndin do hon i a Freud
Hot en Summa tüchteg gwerkt auf da Ailm
A so a fleißigs jungs Dirndl tuat mia recht guat gfoin
En Hoita den muaß i a noch lobn
Hot guat gschaut auf de Viecha auf da Ailm  droben
Alle send se gsund hoam kemmma und guat banond
Ja dazua brauch oana a a bißl a Hond
I moa vatrogn teant se se guat da zwoa
Wann achs so anschaut was woi a scheas Poar.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für den Bauer:

I bin da Bauer,
bin ganz a schlauer.
Hob 50 Kiah und 30 Sau,
des woas i ganz genau!

von Martina Santner aus Tamsweg

Heut is wieder Kasmandltag
Und hiaz losts zua, was i, da Bauer enk sog
Es ganze Viech und a es Gsind
Muas i schaun daß va da Aim oba kimmt
We da obm is hiaz koa sei
 Pfeift da Schneewind aus und ei
In da Hüttn loß ma noch lign a bißl a Jausn
Daß es Kasmandl en Winter kon guat hausn
Hom ja bis Georgi e da Hüttn nix valorgn
We hot es Kasmandl koa Ruha griagts woita an Zorgn
De ruhig Zeit auf de gfrei i mi schoa
Do is dawei daß i mi  aufs Ofenbanke loa
Und hiaz woaß i nix mehr zan sogn
Ums weitere miasts mei Weibe frogn.

von Elisabeth Löcker aus St. Margarethen

I bin da Bauer,a gonz a schlauer,
bin heua söba ob gwen auf da Eubn,
wei de Sennerin duat mi gonz bsundas guat gfeun,
han aufpasst auf de Sennerin des is jo kloar,
dass es wieda hon des nächste Joahr!

von Brigitte Ferner aus St. Michael

I bin da Baua a recht schoffna Moo,
i hon mei Lebn long nix ondas do.
I bin mei eigner Herr und Knecht
Und des is ma glei Recht.
I trog dazua bei, dass ma hom
A scheane und saubare Natur,
zan Essn oiwai gnua.
Mia san a a Touristenatraktion,
de ma sehr guat vermorkten ko.
So vielfätig is des Bauernlebn
Es ko jo goa niz scheanas gebn.
I sogs enk lieabe Leit des Bauer sei
Des is mei Freid,
für hait und olle Zeit.

von Ernestine Graggaber aus Unternberg

Heit is wieda Kasmandltag

und hiatz losts zua, was i, da Bauer enk sog.

Es gonze Viech und a es Gsind

muas i schau das va da Oim oa kimbt.

Wei do om is hiatz koa sei,

pfeift da Schneewind scho aus und ein.

In da Hittn los ma no ling a bißl a Jausn

das de Kasmandl kinnan guat hausn.

Hom jo bis Georgi in da Hiitn nix valogn,

wei hot des Kasmandl koa Rua griags woitan an Zoang.
De ruhige Zeit auf de gfrei i mi schoa;
Do is dawei das i mi aufs Ofnbanke loa.
Hiatz woas i nix mehr zan sogn,
ums weitere miasts meine Almleit frogn.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

I bin da Bauer, a gonz a schlauer

bin heua selber obn gwen auf da Alm

wei de Sennin duat ma gonz bsonders guat gfeun.

Hon aufpasst auf de Sennin des is kloar

dass es wieda hon des nächste Johr.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für die Magd:

I bin da Bäuerin ihr Dirn,
i tua den gonzn Haushalt firn.
Oibei muaß i kochn, putzn, woschn und flickn
Und vi de Holzknecht a guate Jausn zamrichtn.
Und moa i amoi – hiaz hon i ois do
Schafft ma de Bäuerin glei wieder was o.

von Thomas Kerschhaggl aus St. Margarethen

Kasmandl-Gedichte für das Woidmandl:

I bins Woidmandl
a gonz a schrecka Wicht.
I bin im Woid vasteckt,
das mi koana sicht.
Drum kim i Hoit amoi
oba za enk.

von Katrin Gruber aus Unternberg

Verabschiedung der Kasmandl-Gruppe:

Vie Glick und nix Weatoands

in Haus und in Schteu;
A guats Wocht,
a woams Stibe
des winsch ma enk eu.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

De Kasmandl sogn für heuer Pfiat Gott,

se wünschen vih Glück und ninacht a Not.

Koan U´reim in Stoi, in Keller voi Ruam,

und da Bäurin in de Wiagn an Hondfestn Buam.

von Rosemarie Rotschopf aus St. Margarethen

Bitte sendet uns Eure Kasmandlgedichte - DANKE!











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