Das Pferd im Brauchtum
Nach der keltischen und später auch römischen Bezeichnung Norikum für den größten Teil des heutigen Österreichs wird das Pinzgauer Pferd als Noriker bezeichnet. Schon 1688 erließ Erzbischof Johann Ernst Graf Thun das erste Körungsgesetzt, das ab 1703 auch für Hengste im Privatbesitz Anwendung fand. Durch diese frühe Körvorschrift wurde das Land Salzburg führend in der Pferdezucht.
Die ländlichen Reiter und Fahrer
Die Motorisierung entfremdete den Menschen nicht nur der Natur, sie
trennte ihn auch in ungezählten Fällen von seim treuen Helfer, dem
Pferd. Um so erfreulicher ist dass Dr. DI Gerhard Holz von der Landwirschaftskammer Salzburg schon im Jahr 1955 die Initiative zur Gründung der Vereinigung ländlicher Reiter und Fahrer Salzburgs ergriffen und damit die alte Verbinung zwischen Mensch und Pferd
in bewusst gepflegte Bahnen gelenkt hat. Sicher gab es schon seit
früherer Zeit ländliche Reiter, die sich auch zu einzelnen Dorfgruppen
zusammen geschlossen hatten, aber es bestand keine landeseinheitliche
Vereinigung.
Gegenwärtig setzt sich die Vereinigung ländlicher Reiter und Fahrer Salzburgs aus mehr als siebzig Gruppen zusammen, die sich über alle Gaue verteilen. Im Lungauer sind den "Ländlichen" die Reitergruppe Lungau,
der RFV Tauriskia und die Reitergruppe Tamsweg angeschlossen. Diese
drei Lungauer Gruppen zählen zusammen rund 150 Mitglieder und pflegen
alle jene Bräuche, die irgendwie mit dem Pferd und seiner Tradition zusammen hängen.




