Der Almabtrieb

Der Almabtrieb ist das Dankfest der Bauern, Senner und Hirten, wenn das Vieh wieder gesund von der Alm zurück in den Stall kommt. Die einzelnen Abtriebe finden zu unterschiedlichen Zeiten statt, denn dies ist stark wetterabhängig. Im Lungau wird meist um den Landesfeiertag, den Rupertitag am 24. September aus der Alm gefahren, wie man auf lungauerisch den Almabtrieb bezeichnet.

Der Schmuck besteht aus Latschen, Fichtenästen und Alpenblumen, verziert mit bunten Bändern, Flitter und Spiegeln. 
Die Leitkuh bekommt zum Aufputzt zusätzlich noch die große Tuschglocke umgeschnallt und dort und da auch noch goldene Hörner aufgesteckt. Das Jungvieh bekommt als Schmuck meist eine Glocken um den Hals und ein Latschenkranzl mit einigen Almblumen. Die Kühe haben, je nach Rangordnung, verschieden klingende Glocken umgehängt.

Das Aufkranzen des Almviehs wird urkundlich erstmals in einem Pustertaler Inventar von 1746 erwähnt Das Schmücken der Tiere beim Almabtrieb dürfte jedoch auf wesentlich ältere Zeiten zurückgehen. Diese sollten mit ihrem Geläut die feindlichen Dämonen auf dem Abtriebsweg vertreiben. Den Almabtrieb von bekränzten Kühen von den Almen ins Tal hinunter wird von vielen Schaulustigen und Gästen gerne mitverfolgt. Bekränzt (geschmückt mit Blumengebinden etc.) werden die Tiere nur dann, wenn es in diesem Jahr kein Vieh zu Schaden kam (Krankheit etc.), und im Bauernhaus im Tal niemand diesjährig verstarb.

Der herbstliche Almabtrieb